Feine Früchtchen



„Herbstzeit - Erntezeit“ war in den ersten Wochen des neuen Schuljahres u.a. ein Thema im Deutsch- und Kunstunterricht der beiden 6. Klassen.

Während im Fach Deutsch die Sprache im Vordergrund stand und alle Schülerinnen und Schüler das berühmte Gedicht von Theodor Fontane „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ auswendig lernten und natürlich auch vortrugen, stand im Kunstunterricht der wohl berühmteste Birnbaum der Republik im Mittelpunkt.

Einige der entstandenen Kunstwerke können hier bewundert werden.

Hildegard Büchel

Marco 6A
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland (Fontane)

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,

Ein Birnbaum in seinem Garten stand,

Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,

Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,

Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,

Und kam in Pantinen ein Junge daher,

So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«

Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

Ottavio 6A
So ging es viel Jahre, bis lobesam

Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,

Wieder lachten die Birnen weit und breit;

Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.

Legt mir eine Birne mit ins Grab.«

Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,

Trugen von Ribbeck sie hinaus,

Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht

Sangen »Jesus meine Zuversicht«,

Und die Kinder klagten, das Herze schwer:

»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

Jenny 6A
So klagten die Kinder. Das war nicht recht –

Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;

Der Neue freilich, der knausert und spart,

Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.

Aber der Alte, vorahnend schon

Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,

Der wußte genau, was damals er tat,

Als um eine Birn' ins Grab er bat,

Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus

Ein Birnbaumsprößling sprosst heraus.

Laura 6A
Und die Jahre gingen wohl auf und ab,

Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,

Und in der goldenen Herbsteszeit

Leuchtet's wieder weit und breit.

Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,

So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«

Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,

kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand

Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Christian 6B
Wibke 6B
Grazia 6B
Kai 6B
Anika 6B
Cyrielle 6B
Egzon 6B
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Zu diesem Thema gibt es einen schönen Link:
Bilder und Vortrag des Gedichtes:
http://www.die-maus.de/lachgeschichten/ribbeck/

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Rebecca 6B