Lesenacht der Klasse 3c
- oder -
Schule wird zur Wohnung und Schlafstätte
03.Juli 2009

Die Klasse 3c traf sich am letzten Donnerstag abends um 18.00 Uhr, um Schule einmal anders zu erleben. Vorausgegangen war eine Lesenacht 2008 und schon nach wenigen Wochen im laufenden Schuljahr bestand der Wunsch, dies doch einmal zu wiederholen - "so wie 2008", mit allen Kolleginnen, die damals anwesend waren. Und tatsächlich konnte dies Vorhaben verwirklicht werden, wenngleich auch zwei Kolleginnen aus Frankreich (letzter Schultag im Elsass - einen Tag vor dem Beginn einer Fernreise) und der Pfalz anreisen mussten, unsere Lehramtsanwärterinnen hatten ihre Prüfungen abgelegt und nun auch Zeit und Muße dazu.

Zur Entspannung nach Einrichten des Schlafraumes "Klassenzimmer" ging´s erst mal auf den Sportplatz und mit Bewegung und Spiel konnten die Schüler sich einfinden, ihre Gäste begrüßen und wir hatten die Hoffnung, vielleicht doch eine ruhigere Nacht erleben zu dürfen. Es folgte das Abendessen mit "Wienerle, Brötchen und Ketch-up. Im Anschluss wurde vorgelesen durch Lehrer und Schüler und die Kinder lasen selbst, sie erhielten die neu angeschafften Bücher für 3. und 4. Klassen. Gegen 22:00 Uhr brachen wir auf zur Nachtwanderung, nicht ohne auf dem nahegelegenen Spielplatz die Dunkelheit abzuwarten. Auf dem Weg dorthin stieg die Nervosität der Kinder, denn sie wussten nicht, ob sie dort durch Gespenster versteckt in dem Spielplatzhäuschen empfangen werden oder nicht? (Dies war 2008 geschehen - und mit viel Mühe ließen sich einige Kinder damals wieder beruhigen). Nun - drei kleinere Gespenster mit Taschenlampen hatten sich wohl eingefunden; in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit konnten sie sich von der Gruppe lösen und ihr bösen Spiel mit uns treiben. Mit diesen Erlebnis drehte sich schließlich das Kinderkarusell umso schneller. Wirkt nun eine solche Nachtwanderung auf die Drittklasskinder beruhigender? Natürlich nicht, wie wir im weiteren Verlauf der Nacht bis zur Morgendämmerung erfahren durften.

Nachtwanderung; unser Rückweg verlief, vorbei am Kappler Friedhof, nicht gerade in besinnlicher Ruhe. Dies stellte vor allem die kleine Gruppe der Schülerinnen und Schüler fest, die mit mir nach einiger Zeit über den Spielplatz zur Schule zurück gehen mussten, um dort Foto und Kuscheltiere, die zurückblieben, wieder einzusammeln. Wir konnten die andere Gruppe auf der gegenüber liegenden Seite des Tals gut hören. Gemeinsam an der Schule angelangt, bereiteten sich die Kinder auf die Bettruhe mit Lektüre vor.

                                 

Bett war gemacht, Lektüren vorbereitet, die Ruhe ließ noch eine bisschen auf sich warten, zumal einige sich wohl vorgenommen hatten, die Nacht "durchzumachen"; dies scheint ihnen auch gelungen zu sein, sie haben sich wohl gegenseitig vorgelesen und Inhalte der Lektüren "durchdiskutiert". So ganz wissen wir Lehrkräfte dies nicht einzuschätzen, wir dämmerten ja mit beginnender Mörgenröte so dahin.

7:00 Uhr Wecken - tatsächlich, alle schliefen. 7:30 Uhr Frühstück, das uns Eltern brachten. Schlagartig nach dem Frühstück waren auch alle beteiligten Schülerinnen und Schüler wieder recht munter - wir ?

Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Sportplatz wurden die Klasse um 9:30 Uhr entlassen und von ihren Eltern abgeholt. Wie sie den Rest des Tages verbrachten - ich werde es erfahren.

Vielen Dank an alle meine Kolleginnen und den Eltern, die uns bei unserem Vorhaben kräftig unterstützten.

Klasse 3c mit Julia Fürniß, Vera Riedel, Nadine Dominik und Simone Rohrer
Klassenlehrer: Klaus Zimmermann

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